Die Stadt Feldkirch etabliert den Pulverturm im historischen Zentrum als Kunstraum. Die Stadt erkennt den Wert und die Notwendigkeit von Räumen für kreative Tätigkeiten und stellt den Turm Künstler:innen und Kulturschaffenden zur Verfügung. Der Pulverturm dient als vielseitiger Raum für Arbeit und Präsentation, fördert eine kollaborative Umgebung ohne Hierarchien und bietet Platz für Diskussionen über Kunst und Gesellschaft. Dies fördert nicht nur künstlerische Arbeit, sondern begründet auch einen weiteren attraktiven Ort für zeitgenössisches Kunstschaffen.

Aktuelle Projekte

Der Pulverturm Feldkirch wird im September zum Ort für Kunst, Musik und Begegnung. An drei Wochenenden präsentieren Künstler:innen aus unterschiedlichen Sparten ihre Arbeiten in den historischen Räumen. Den Auftakt machen Max Brand mit „Klang und Gekritzel“, Tiana Spiller mit „Rifts. Cyanotypien“ und Joachim Oswald mit Fotografien und Mixed Media, begleitet von Konzerten von Disasseln und U.B.L. Am zweiten Wochenende zeigen Irena Pejčić, Esmeralda Marcelli mit „My Body, My Choice: Self-Portraits and Beyond – A Journey to the Self“ und Stefan Voggenauer ihre Arbeiten. Den Abschluss bilden Helmut Ritter mit „Tiny House Sculptures“ und Wuff Gernot. Drei Wochenenden, unterschiedliche künstlerische Positionen und ein besonderer Ausstellungsort mitten in Feldkirch.

Informationen

  • 4. bis 6. September, 18. bis 20. September und 25. bis 27. September
  • Die Vernissagen finden jeweils am Freitag um 18 Uhr statt. 
  • Am Samstag und Sonntag ist der Turm von 14 bis 19 Uhr geöffnet.
  • Die Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr.

Vergangene Projekte

HUUND ist eine immersive Installation und Performance von Fabian Tobias Huster und Viktor Elmpt, die sich der Vorarlberger Sage des Klushundes auf zeitgenössische Weise nähert. Anstatt sich klassischer Narration zu bedienen, wird Mythos über soziale, körperliche und emotionale Dynamiken unmittelbar erfahrbar gemacht.

Im Pulverturm begegnen die Besucher:innen fragmentarischen Texten, Klängen und Räumen, die den Mythos ebenso wie den Alltag in körperliche Wahrnehmung übersetzen. Die Besucher:innen bewegen sich eigenständig durch die drei Etagen und sind eingeladen, ihre Beziehung zur heimischen Sage selektiv selbst zu bestimmen.

Die Arbeit bespielt das Spannungsfeld zwischen Bewegung, Omnipräsenz und Leerstellen, die sich stetig verschieben und neue Perspektiven eröffnen. Wahrnehmung ist eine offene Erfahrung.

Fabian Tobias Huster ist ein österreichischer Tänzer, Choreograph, Tanzpädagoge und Schauspieler. Neben seinem Schaffen als freier Künstler in Wien und Vorarlberg studierte er zeitgenössische Tanzpädagogik an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien und absolvierte eine Ausbildung an der Schauspielschule Krauss. Er arbeitete u. a. am Kabarett Niedermair, im Dschungel Wien, am MusikTheater an der Wien sowie im OFF-Theater und wirkte zudem in verschiedenen Filmproduktionen mit. In Vorarlberg war er unter anderem bei Brigitte Walk tätig und ist Leiter des Kunstkreis C – Circle of Art. Huster arbeitet interdisziplinär, insbesondere in der Verschmelzung von Theater, Tanz und Performance.

Viktor Elmpt, geboren 1994 in Düsseldorf, ist Schauspieler und bildender Künstler. Sein Schauspieldiplom erlangte er 2021 an der Schauspielschule Krauss in Wien. Anschließend war er als freischaffender Schauspieler in Wien und Düsseldorf tätig, bevor er 2023 ein Studium der Medien- und Kulturwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf aufnahm. Seit 2024 studiert er Freie Kunst an der Kunstakademie Münster. Seine künstlerische Praxis erweitert sich zunehmend in installative und performative Richtungen. Er beteiligt sich an Gruppenausstellungen und arbeitet raumbezogen sowie prozessorientiert.

Informationen

  • Termine:
    • 24. Februar, 17.30 bis 19.30 Uhr, Vernissage und Performance
    • 25. Februar, 19.30 Uhr, Artist Talk 
    • 26. Februar, 15 bis 17 Uhr, Offene Begehung
    • 27. Februar,  15 bis 17 Uhr, Offene Begehung 
  • Eintritt frei

Künstlerkollektiv RatAess aus Feldkirch alias Thomas Anton Rauch und Alexander Ess zeigen eine Kombination aus Malerei, Fotografie und Multimedia Installationen.

Zur Eröffnung spricht Leon Boch, Galerie am Lindenplatz, Obmann IG Kultur

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  • Vernissage Freitag, 6. März 2026, 19 Uhr
  • Finissage Freitag, 27. März 2026, 19 Uhr

Öffnungszeiten:

  • Donnerstag, 12. und Freitag, 13. März 2026, 19 bis 21 Uhr
  • Freitag, 20. März und Samstag, 21. März 2026, 19 bis 21 Uhr

Unter dem Titel "OBER – UNTER – IRDISCH 2.0" zeigen Gabriele Burtscher (Malerei), Jean Theisen (Fotografie) und Walter Fitz (Erdmonolithe) eine gemeinsame Ausstellung im Pulverturm. Bereits im Juni 2024 stellten die drei Künstler erstmals gemeinsam in Hard aus. Die neue Ausstellung führt ihre gemeinsame Idee weiter, die Natur aus unterschiedlichen Blickwinkeln künstlerisch zu betrachten.

Während Gabriele Burtscher mit Acrylmalerei und Collage arbeitet und verborgene Strukturen sichtbar macht, beschäftigt sich Jean Theisen in seiner Fotografie intensiv mit der Natur und besonders mit dem Thema Wasser. Walter Fitz präsentiert Erdmonolithe – Momentaufnahmen der Erdoberfläche, bei denen naturwissenschaftliche Methoden und künstlerische Gestaltung zusammenfinden.

Informationen

  • Vernissage: 1. April 2026, 18 Uhr
  • Finissage: 25. April 2026
  • Öffnungszeiten: Freitag 16 bis 19 UhrSamstag 11 bis 15 Uhr

Die Künstler:innen sind während der Öffnungszeiten teilweise anwesend und freuen sich auf Gespräche mit Besucher:innen.

Es gibt Momente, in denen wir ganz bei uns sind und uns zugleich mit etwas Größerem verbunden fühlen. Momente, in denen wir das Wunder der Schöpfung und allen Lebens erkennen. Diese unendlich kostbaren Augenblicke weisen über sich hinaus und lassen uns die Ewigkeit, das endlose Werden und Vergehen, erahnen.

Zu diesem Thema zeigt der Künstler und Psychotherapeut Martin Mittendorfer eine Auswahl an Steinskulpturen und Bildern. Seit vielen Jahrzehnten beschäftigt er sich mit grundlegenden Fragen des Seins – dem Kosmos, der Evolution und dem urzeitlichen menschlichen Bedürfnis nach künstlerischem Ausdruck in Form, Licht, Farbe, Musik und Klang.

Die Ausstellung wird von Musik und verdichteter Sprache begleitet und schafft so einen vielschichtigen Zugang zu den gezeigten Werken.

Martin Mittendorfer ist Mitglied des internationalen Netzwerks „sculpture network“ und kann auf zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland zurückblicken.

Informationen

  • Vernissage: Freitag, 8. Mai 2026, 19 Uhr
  • Ausstellungsdauer: 8. bis 21. Mai 2026
  • Öffnungszeiten:
    • Samstag, 9. Mai, 15b bis 18 Uhr
    • Sonntag, 10. Mai, 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr
    • Dienstag, 12. Mai, 17 bis 20 Uhr
    • Mittwoch, 20. Mai, 17 bis 20 Uhr
    • Donnerstag, 21. Mai, 17 bis 20 Uhr (Finissage)
    • sowie nach Vereinbarung
  • Der Künstler ist während der Öffnungszeiten anwesend.
  • Kontakt: mittendorfer-kunst.com, +43 699 112 246 45

Mit der Ausstellung "Der Turm der Geschichten – Wo Sagen lebendig werden" entsteht über einen Monat hinweg ein außergewöhnlicher Ausstellungsraum, der sich kontinuierlich verändert und weiterentwickelt. Traditionelle Sagen und Legenden werden aufgegriffen und in eine zeitgenössische künstlerische Sprache übersetzt.

Im Zentrum des Projekts steht ein lebendiger Prozess: Unterschiedliche Ausdrucksformen greifen ineinander, neue Elemente entstehen laufend durch Aktionen und Veranstaltungen. Dadurch bleibt die Ausstellung in Bewegung und reagiert auf ihr Publikum. Statt eines statischen Formats erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Raum, der sich stetig wandelt und immer wieder neu entdeckt werden kann.

Die Ausstellung richtet sich bewusst an ein breites Publikum und lädt insbesondere Familien und Kinder dazu ein, in die Welt der Geschichten einzutauchen. Ergänzend zur Ausstellung sind Workshops, Lesungen, Führungen und weitere Vermittlungsformate geplant. Sie schaffen einen direkten Zugang zu den Inhalten und bieten die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden.

Den Künstlern Karl Pont und Daniel Nachbaur geht es darum, einen offenen Begegnungsraum zu schaffen, in dem kulturelles Erbe nicht nur gezeigt, sondern gemeinsam erlebt werden kann.

Informationen

  • Vernissage: 5. Juni, 17 Uhr
  • Finissage: 27. Juni, 17 Uhr
  • Öffnungszeiten: Freitag und Samstag jeweils von 14 bis 18 Uhr
  • Führungen sind zusätzlich nach Vereinbarung möglich.

Wie so manches Leben birgt eine künstlerische, wie auch gelebte Vita verschiedene Identitäten. In der Schweiz heimisch geworden, finden sich Spuren aus Feldkirch die in verschiedenen Schichtungen wieder an den Tag treten.

Die Bilder der Künstlerin sind eine Einladung, die Grenzen der Realität zu überschreiten und in die Welt der Fantasie einzutauchen. Sie balancieren auf einem schmalen Grat zwischen Realität und Wirklichkeit. Die Figuren bewegen sich dabei als fragile Akteur:innen durch diese Räume. Sie eröffnen Möglichkeiten des Innehaltens – als Versuch, einer mitunter kaum auszuhaltenden Realität für einen Moment zu entkommen. Zwischen Ernst und Leichtigkeit entsteht ein Spannungsfeld, das Distanz erlaubt und zugleich Nähe herstellt: ein stiller, poetischer Raum, der die Betrachtenden einlädt, sich selbst darin wiederzufinden

Die Künstlerin stellt mit Erfolg in der Schweiz wie auch im Ausland aus. Vor allem im Kleinformat hat sie bereits Preise an internationalen Jurierungen gewonnen. Sie war eine der Künstlerinnen, die am Heimspiel 2021/22 Vorarlberg in der Kunsthalle Appenzell vertreten hat.

Informationen

  • Dauer der Ausstellung: 3. bis 26. Juli 2026
  • Vernissage: 3. Juli 2026, 14 Uhr
  • Öffnungszeiten:
    • Freitag bis Sonntag 13 bis 17 Uhr (Künstlerin anwesend) 
    • Dienstag bis Donnerstag 11 bis 17 Uhr 
  • Kontakt: www.achermann.cc

Das Tanzprojekt ist als fortlaufende Performance konzipiert. Das Ensemble Tanzufer in Kooperation mit seinen Gästen öffnet ein Labyrinth. Dem Zusehen und Zuhören werden großzügig Raum gegeben, um sich in die Eigenheiten dieser Situation einzufühlen. Kurze Begegnungen und längeres Verweilen werfen unterschiedliche Blickwinkel auf das Geschehen. Das Publikum wird durch den Turm geleitet und erlebt die Akteure direkt, die aus einer Fülle an Körperlichkeit, Bewegung und Stimme schöpfen.

Es wird verpulvert und verjubelt, solange der Überfluss es zulässt - ein elementares Erlebnis, das sich von den vorproduzierten Videos abhebt. Videos, die als Leitmotiv und Hintergrund im besonderen Raum der Turmrundungen dienen. Geben Sie sich der Magie der Unmittelbarkeit hin und lassen Sie sich inspirieren vom großzügigen Angebot an lebhaften Momenten.

Informationen

  • Künstlerische Leitung: Ursula Sabatin, Giacomo Calabrese
  • Tanz: Maria King, Melanie Büchel, Reinold Capelli, Horst Nachbar, Birgitta Frick, Susanna Grob, Giacomo Calabrese, Ursula Sabatin
  • Video Aaron Sutterlütte
  • Licht und Ton Martin Beck 
  • Aufführungen:
    • Freitag, 7. August 2026: 19 bis 21 Uhr
    • Samstag, 8. August 2026: 15 bis 17 Uhr und 19 bis 21 Uhr
    • Sonntag, 9. August 2026: 15 bis 17 Uhr und 19 bis 21 Uhr
    • Freitag, 14. August 2026: 19 bis 21 Uhr
    • Samstag, 15. August 2026: 15 bis 17 Uhr und 19 bis 21 Uhr
    • Sonntag, 16. August 2026: 15 bis 17 Uhr und 19 bis 21 Uhr
  • Masterclass/Kurzworkshop: 11.,12.,13. August 2026: jeweils 11 bis 13 Uhr
  • Kontakt: ursula.sabatin@aon.at, www.tanzufer.at

Konzept

Der Pulverturm steht Kunst- und Kulturschaffenden offen, die den Raum für ihre kreativen Projekte nutzen möchten. Es gibt keine Einschränkungen bezüglich des Formates. Interessierte Künstler:innen können sich direkt bei der Kultur-Abteilung der Stadt Feldkirch melden. Die Nutzer:innen sind selbst verantwortlich für die Organisation und Durchführung ihrer Veranstaltungen im Pulverturm. Dies umfasst die Planung von Ausstellungen, Performances, Workshops, Lesungen oder anderen kulturellen Aktivitäten sowie die Betreuung während etwaiger Öffnungszeiten. Der Pulverturm kann für maximal einen Monat als Ausstellungs- und Aufführungsort, Probe- oder Arbeitsraum mit oder ohne Öffentlichkeit verwendet werden.

Aufwands-Entschädigung

Kunst- und Kulturschaffende erhalten bei öffentlichen Veranstaltungen eine Aufwandsentschädigung. Beispiele:

  • Vernissagen
  • Ausstellungen mit Öffnungszeiten
  • Konzerten oder Lesungen

Sollten die Künstler:innen weitere Kunst- und Kulturschaffende, die im Pulverturm arbeiten oder veranstalten wollen, der Kultur-Abteilung empfehlen, kann sich diese Aufwandsentschädigung auf bis zu 500 Euro erhöhen.

Zusätzliche Kosten werden nicht übernommen (zum Beispiel: Reise-Kosten oder Übernachtungs-Kosten).

Ablauf

  1. Künstler:innen, die den Pulverturm nutzen wollen, melden sich direkt bei der Kultur-Abteilung der Stadt Feldkirch mit ihrem Vorhaben. Die Abteilung prüft die Anfrage, um sicherzustellen, dass die Auswahl der im Turm Arbeitenden oder Veranstaltenden vielfältig, divers und ausgewogen bleibt. Professionell-schaffende Künstler:innen werden terminlich vorgezogen.
  2. Die Künstler:innen, welche den Pulverturm nutzen werden, geben bekannt, ob bzw. wann öffentliche Veranstaltungen stattfinden.
  3. Die Person unterzeichnet eine Nutzungsvereinbarung, erhält den Schlüssel zum Pulverturm und kann diesen gemäß des Nutzungskonzeptes verwenden. Der Person steht der gesamte Pulverturm (3 Stockwerke mit Sanitäranlage, Küche und Stühle für Veranstaltungen) zur Verfügung.
  4. Öffnungszeiten bzw. Veranstaltungen sind der Abteilung Kunst, Kultur mitzuteilen und werden von der Abteilung Kommunikation sowie dem Stadtmarketing mittels Online-Werbung beworben. Wenn eine Veranstaltung geplant ist, muss beachtet werden, dass maximal 40 Personen gleichzeitig im Turm sein dürfen.
  5. Auszug aus dem Turm: Die Kunst- und Kulturschaffenden hinterlassen den Turm in jenem Zustand, in dem sie ihn vorgefunden haben (gereinigt, frei von Müll). Sollte der Pulverturm nach einem Aufenthalt gereinigt werden müssen, werden die anfallenden Kosten von der Aufwandsentschädigung abgezogen.
  6. Die Aufwandsentschädigung wird je nach Häufigkeit der öffentlichen Veranstaltungen und dem dementsprechenden Aufwand berechnet.

Über den Pulverturm

Der Pulverturm war ein Teil der südlichen Stadtmauer, nahe dem Mühletor. Er ist der älteste der 4 Mauertürme und wurde 1460 erbaut.  Das Bauwerk ist ein zweigeschossiges Dreiviertel-Rondell unter einem achteckigen Zeltdach. Das Untergeschoß wurde bereits Ende des 15. Jahrhunderts mit getrichterten Schlitzscharten versehen. Das Obergeschoß mit breitrechteckigen Trichterscharten wurde nach 1500 aufgesetzt. Wie der Name schon sagt, diente der Pulverturm der Lagerung von Pulver.