Die Stadt Feldkirch etabliert den Pulverturm im historischen Zentrum als Kunstraum. Die Stadt erkennt den Wert und die Notwendigkeit von Räumen für kreative Tätigkeiten und stellt den Turm Künstler:innen und Kulturschaffenden zur Verfügung. Der Pulverturm dient als vielseitiger Raum für Arbeit und Präsentation, fördert eine kollaborative Umgebung ohne Hierarchien und bietet Platz für Diskussionen über Kunst und Gesellschaft. Dies fördert nicht nur künstlerische Arbeit, sondern begründet auch einen weiteren attraktiven Ort für zeitgenössisches Kunstschaffen.

Aktuelle Projekte

Mit der Ausstellung "Der Turm der Geschichten – Wo Sagen lebendig werden" entsteht über einen Monat hinweg ein außergewöhnlicher Ausstellungsraum, der sich kontinuierlich verändert und weiterentwickelt. Traditionelle Sagen und Legenden werden aufgegriffen und in eine zeitgenössische künstlerische Sprache übersetzt.

Im Zentrum des Projekts steht ein lebendiger Prozess: Unterschiedliche Ausdrucksformen greifen ineinander, neue Elemente entstehen laufend durch Aktionen und Veranstaltungen. Dadurch bleibt die Ausstellung in Bewegung und reagiert auf ihr Publikum. Statt eines statischen Formats erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Raum, der sich stetig wandelt und immer wieder neu entdeckt werden kann.

Die Ausstellung richtet sich bewusst an ein breites Publikum und lädt insbesondere Familien und Kinder dazu ein, in die Welt der Geschichten einzutauchen. Ergänzend zur Ausstellung sind Workshops, Lesungen, Führungen und weitere Vermittlungsformate geplant. Sie schaffen einen direkten Zugang zu den Inhalten und bieten die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden.

Den Künstlern Karl Pont und Daniel Nachbaur geht es darum, einen offenen Begegnungsraum zu schaffen, in dem kulturelles Erbe nicht nur gezeigt, sondern gemeinsam erlebt werden kann.

Informationen

  • Vernissage: 5. Juni, 17 Uhr
  • Finissage: 27. Juni, 17 Uhr
  • Öffnungszeiten: Freitag und Samstag jeweils von 14 bis 18 Uhr
  • Führungen sind zusätzlich nach Vereinbarung möglich.

Wie so manches Leben birgt eine künstlerische, wie auch gelebte Vita verschiedene Identitäten. In der Schweiz heimisch geworden, finden sich Spuren aus Feldkirch die in verschiedenen Schichtungen wieder an den Tag treten.

Die Bilder der Künstlerin sind eine Einladung, die Grenzen der Realität zu überschreiten und in die Welt der Fantasie einzutauchen. Sie balancieren auf einem schmalen Grat zwischen Realität und Wirklichkeit. Die Figuren bewegen sich dabei als fragile Akteur:innen durch diese Räume. Sie eröffnen Möglichkeiten des Innehaltens – als Versuch, einer mitunter kaum auszuhaltenden Realität für einen Moment zu entkommen. Zwischen Ernst und Leichtigkeit entsteht ein Spannungsfeld, das Distanz erlaubt und zugleich Nähe herstellt: ein stiller, poetischer Raum, der die Betrachtenden einlädt, sich selbst darin wiederzufinden

Die Künstlerin stellt mit Erfolg in der Schweiz wie auch im Ausland aus. Vor allem im Kleinformat hat sie bereits Preise an internationalen Jurierungen gewonnen. Sie war eine der Künstlerinnen, die am Heimspiel 2021/22 Vorarlberg in der Kunsthalle Appenzell vertreten hat.

Informationen

  • Dauer der Ausstellung: 3. bis 26. Juli 2026
  • Vernissage: 3. Juli 2026, 14 Uhr
  • Öffnungszeiten:
    • Freitag bis Sonntag 13 bis 17 Uhr (Künstlerin anwesend) 
    • Dienstag bis Donnerstag 11 bis 17 Uhr 
  • Kontakt: www.achermann.cc

Konzept

Der Pulverturm steht Kunst- und Kulturschaffenden offen, die den Raum für ihre kreativen Projekte nutzen möchten. Es gibt keine Einschränkungen bezüglich des Formates. Interessierte Künstler:innen können sich direkt bei der Kultur-Abteilung der Stadt Feldkirch melden. Die Nutzer:innen sind selbst verantwortlich für die Organisation und Durchführung ihrer Veranstaltungen im Pulverturm. Dies umfasst die Planung von Ausstellungen, Performances, Workshops, Lesungen oder anderen kulturellen Aktivitäten sowie die Betreuung während etwaiger Öffnungszeiten. Der Pulverturm kann für maximal einen Monat als Ausstellungs- und Aufführungsort, Probe- oder Arbeitsraum mit oder ohne Öffentlichkeit verwendet werden.

Aufwands-Entschädigung

Kunst- und Kulturschaffende erhalten bei öffentlichen Veranstaltungen eine Aufwandsentschädigung. Beispiele:

  • Vernissagen
  • Ausstellungen mit Öffnungszeiten
  • Konzerten oder Lesungen

Sollten die Künstler:innen weitere Kunst- und Kulturschaffende, die im Pulverturm arbeiten oder veranstalten wollen, der Kultur-Abteilung empfehlen, kann sich diese Aufwandsentschädigung auf bis zu 500 Euro erhöhen.

Zusätzliche Kosten werden nicht übernommen (zum Beispiel: Reise-Kosten oder Übernachtungs-Kosten).

Ablauf

  1. Künstler:innen, die den Pulverturm nutzen wollen, melden sich direkt bei der Kultur-Abteilung der Stadt Feldkirch mit ihrem Vorhaben. Die Abteilung prüft die Anfrage, um sicherzustellen, dass die Auswahl der im Turm Arbeitenden oder Veranstaltenden vielfältig, divers und ausgewogen bleibt. Professionell-schaffende Künstler:innen werden terminlich vorgezogen.
  2. Die Künstler:innen, welche den Pulverturm nutzen werden, geben bekannt, ob bzw. wann öffentliche Veranstaltungen stattfinden.
  3. Die Person unterzeichnet eine Nutzungsvereinbarung, erhält den Schlüssel zum Pulverturm und kann diesen gemäß des Nutzungskonzeptes verwenden. Der Person steht der gesamte Pulverturm (3 Stockwerke mit Sanitäranlage, Küche und Stühle für Veranstaltungen) zur Verfügung.
  4. Öffnungszeiten bzw. Veranstaltungen sind der Abteilung Kunst, Kultur mitzuteilen und werden von der Abteilung Kommunikation sowie dem Stadtmarketing mittels Online-Werbung beworben. Wenn eine Veranstaltung geplant ist, muss beachtet werden, dass maximal 40 Personen gleichzeitig im Turm sein dürfen.
  5. Auszug aus dem Turm: Die Kunst- und Kulturschaffenden hinterlassen den Turm in jenem Zustand, in dem sie ihn vorgefunden haben (gereinigt, frei von Müll). Sollte der Pulverturm nach einem Aufenthalt gereinigt werden müssen, werden die anfallenden Kosten von der Aufwandsentschädigung abgezogen.
  6. Die Aufwandsentschädigung wird je nach Häufigkeit der öffentlichen Veranstaltungen und dem dementsprechenden Aufwand berechnet.

Über den Pulverturm

Der Pulverturm war ein Teil der südlichen Stadtmauer, nahe dem Mühletor. Er ist der älteste der 4 Mauertürme und wurde 1460 erbaut.  Das Bauwerk ist ein zweigeschossiges Dreiviertel-Rondell unter einem achteckigen Zeltdach. Das Untergeschoß wurde bereits Ende des 15. Jahrhunderts mit getrichterten Schlitzscharten versehen. Das Obergeschoß mit breitrechteckigen Trichterscharten wurde nach 1500 aufgesetzt. Wie der Name schon sagt, diente der Pulverturm der Lagerung von Pulver.