Programm "Zukunft Stadtverwaltung"
Im Juni 2025 haben Politik und Verwaltung der Stadt Feldkirch ein umfassendes Projekt gestartet, um die finanzielle Lage der Stadt langfristig zu stabilisieren. Das vergangene Jahr markierte den Auftakt eines mehrjährigen Prozesses, der bis Ende 2029 die städtischen Finanzen zukunftssicher aufstellen soll.
Mit Unterstützung des externen Beratungsunternehmens BDO wurde gemeinsam mit der Verwaltung eine Liste mit mehr als 500 Einsparungs- und Verbesserungsvorschlägen erarbeitet. Nach intensiver Analyse hat der Stadtrat rund 400 Maßnahmen identifiziert, die vertieft geprüft werden. Erste Schritte wurden bereits gesetzt. Dazu zählen die erweiterte Parkraumbewirtschaftung im Wildpark sowie Anpassungen bei der Hundeabgabe und bei Gebühren für Abfall, Wasser und Abwasser. Die Liste der bereits umgesetzten Maßnahmen ist hier einsehbar.
Der Stadtrat hat sich in seiner Sitzung am 9. Februar 2026 mit der weiteren Vorgehensweise befasst. Damit beginnt die nächste Phase unter dem Titel „Zukunft Stadtverwaltung 2026–2029“. Die Verwaltung ist nun eingeladen, Einzelmaßnahmen zu konkretisieren, die rasch umgesetzt werden können und zu spürbaren Einsparungen führen. Parallel dazu werden komplexere Themen von der Verwaltung so aufbereitet, dass im dritten Quartal 2026 politische Entscheidungen über deren Umsetzung möglich sind. Acht abteilungsübergreifende Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit diesen Aufgaben in thematischen Clustern und erarbeiten konkrete Umsetzungsvorschläge. Es geht dabei nicht um kurzfristige Kürzungen, sondern um nachhaltige Verbesserungen. Die breite Analyse und die Arbeit in Clustern ermöglichen es, Einsparpotenziale fundiert zu bewerten und gleichzeitig die Qualität der städtischen Leistungen im Blick zu behalten.
Ein besonderer Fokus liegt auch auf den Personalkosten. Für alle Nach- und Neubesetzungen von Stellen kommt ab sofort ein neu entwickelter Prüfprozess zur Anwendung. Bis Mitte des Jahres 2026 soll ein detaillierter Fahrplan vorliegen, der anschließend politisch beschlossen wird. Damit wird sichergestellt, dass die notwendigen Maßnahmen schrittweise umgesetzt und bis 2029 abgeschlossen werden können.