Ausbau der Kinderbetreuung in Feldkirch schreitet voran

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    Seit der Einführung des Vorarlberger Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes im Juli 2023 hat die Stadt Feldkirch rasch auf den steigenden Bedarf reagiert. In den vergangenen 15 Monaten wurden sowohl die Anzahl der Betreuungseinrichtungen als auch das Personal aufgestockt.

    „Die Stadt Feldkirch hat schon jetzt mehr Kinderbetreuungseinrichtungen und mehr Personal als je zuvor“, betont Bürgermeister Manfred Rädler. „Und der Ausbau geht weiter, um auch die Betreuung der Ein- und Zweijährigen sicherzustellen.“ Im September 2023 wurde mit der Eröffnung des Kinderhauses Josefgasse in Gisingen ein erster Schritt gesetzt. Nach umfangreichen Umbauarbeiten stehen dort nun Betreuungsplätze für 54 Kinder in vier Gruppen zur Verfügung. Als nächster Schritt wurde 2024 mit der Erweiterung des Kindergartens Riedteilweg begonnen, wo bis Februar 2025 weitere 46 Plätze für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren geschaffen werden.

    Um dem wachsenden Bedarf an Plätzen für Zweijährige gerecht zu werden, werden zudem die Kindergärten Nofels Brünneleweg und Altenstadt Kirchgasse erweitert. In der Mutterstraße entsteht das neue Kinderhaus Levis. Damit werden weitere 90 Kindergartenplätze und 110 Kleinkindbetreuungsplätze geschaffen, die im Herbst 2025 zur Verfügung stehen sollen. „Wir sind auf einem sehr guten Weg, den steigenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in Feldkirch abzudecken“, betont die zuständige Stadträtin Nathalie Koch. Schon jetzt betreuen wir so viele Kinder wie noch nie“. Im Kindergartenjahr 2024/25 werden 1.344 Kinder in Feldkircher Kinderbetreuungseinrichtungen betreut – eine Rekordzahl. Davon sind 990 in städtischen und 344 in privaten Einrichtungen untergebracht. „Die privaten Kinderbetreuungseinrichtungen sind wichtige und zuverlässige Partner für eine umfassende Betreuung der Kinder in Feldkirch“, lobt der Bürgermeister.

    Neben der Schaffung neuer Infrastruktur liegt ein starker Fokus auf der Gewinnung und Unterstützung von qualifiziertem Personal. Durch eine intensive Rekrutierungsinitiative konnten seit Juli 2023 rund 100 neue Mitarbeiter:innen für die Kinderbetreuung gewonnen werden. Zudem wurden Maßnahmen zur besseren fachlichen Begleitung der Mitarbeiter:innen umgesetzt, darunter Einführungsveranstaltungen und ein umfassendes Fortbildungsprogramm für Assistenzkräfte. Zur Qualitätssicherung der Kinderbetreuung wurde eine Koordinatorin für Elementarpädagogik neu eingestellt. Das pädagogische Personal wird zusätzlich durch Verwaltungskräfte entlastet, die seit November 2023 in allen 19 Einrichtungen bei administrativen Aufgaben unterstützen. Mit dem im Dezember 2023 eingeführten Springer:innenpool können Personalengpässe flexibler überbrückt werden. Auch die Mitarbeiter:innen in den Kinderbetreuungseinrichtungen erhalten fachliche Unterstützung. Die Kindergartensozialarbeit sowie die Fachberatungen für Inklusion und Elementarpädagogik helfen bei Fachfragen und in herausfordernden Situationen.

    „Die Personalgewinnung ist nach wie vor eine der größten Herausforderungen“, so Bürgermeister Rädler. „Deshalb hat die Stadt Maßnahmen gesetzt, um als Arbeitgeberin attraktiv zu sein.“ Dazu gehört die Einführung einer Zulage für Gruppenleiter:innen in den städtischen Kindergärten sowie das neue Arbeitszeitmodell FreizeitPlus. Damit werden flexible Zeitausgleichsmöglichkeiten für die Mitarbeiter:innen in den Kinderbetreuungseinrichtungen geschaffen. Gleichzeitig wird die Abdeckung der Ferienöffnungszeiten erleichtert.

    „Trotz der Herausforderungen im personellen und infrastrukturellen Bereich hat die pädagogische Arbeit in den Kinderbetreuungseinrichtungen einen hohen Stellenwert“, betont Stadträtin Koch. Neben der Fokussierung auf MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) in den Betreuungseinrichtungen wurde im Sommer 2024 erstmals eine Sommerferienbetreuung mit MINT-Schwerpunkt angeboten. Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern bleibt ein zentraler Aspekt: Mit der im März 2024 gestarteten Elternkooperation „Hand in Hand“ und den seit 2022 an drei Standorten bestehenden Familientreffpunkten wird die Einbindung und Unterstützung der Eltern weiter gestärkt.

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