Gegen das Vergessen: Neues Buch und digitaler Rundgang erinnern an Bombardierung Feldkirchs 1943
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Die Historikerin Dr. Anika Reichwald hat im Jahr 2024 Gespräche mit mehr als 40 Zeitzeug:innen sowie deren Angehörigen geführt. Auf Basis dieser intensiven Auseinandersetzung entstand das Buch „Erleben. Erinnern. Erkennen. Feldkirch am 1. Oktober 1943 aus Sicht von Zeitzeug:innen“, das am 4. Dezember um 10 Uhr im Palais Liechtenstein der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Die Publikation verbindet persönliche Schilderungen mit historischen Berichten und wissenschaftlicher Einordnung und ist eine eindringliche Annäherung an ein dunkles Kapitel der Stadtgeschichte. „Die Auseinandersetzung mit der eigenen Stadtgeschichte ist Voraussetzung für ein achtsames Miteinander in der Gegenwart. Diese Projekte zeigen, wie Erinnern berühren und zugleich zum Nachdenken anregen kann“, betont Bürgermeister Manfred Rädler.
Ergänzt wird das Buch durch den digitalen Stadtrundgang „Poetisiert Euch! Ein Oktobertag“, der mittels Audiobeiträgen, Bildern und Texten historische Orte im Stadtraum mit den Erlebnissen von damals verknüpft. Entwickelt wurde der Rundgang von der Agentur i.appear. Die innovative Form der Vermittlung eröffnet neue Zugänge zur Erinnerungskultur, besonders für junge Generationen. Kulturstadträtin Natascha Soursos betont: „Erinnerung ist keine Pflichtübung, sondern ein aktiver Prozess. Dieses Buch und der digitale Rundgang machen sichtbar, was lange unausgesprochen war, und geben den Betroffenen eine Stimme. Damit tragen sie wesentlich zu einer lebendigen Gedenkkultur in Feldkirch bei.“
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