Feldkirch setzt auf starke Sprache und gesunde Teams
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Damit stabilisiert sich die Belegung auf dem hohen Niveau des vorangegangenen Rekordjahres.
Für das neue Betreuungsjahr hat die Stadtverwaltung ein geschärftes inhaltliches Profil entwickelt, das die Sprachförderung sowie die Gesundheit der rund 320 Mitarbeitenden ins Zentrum stellt. Nach den intensiven Ausbauphasen der vergangenen Jahre markiert das kommende Betreuungsjahr eine Phase der Konsolidierung. Die Aufmerksamkeit richtet sich verstärkt auf die pädagogische Qualität innerhalb der Einrichtungen.
Sprache ist Bildung: Neues Konzept ab Herbst
Ein zentraler Baustein ist dabei die Einführung eines einheitlichen Sprachförderkonzepts. Da aktuelle Bildungsdaten einen Nachholbedarf in den Bereichen Lesen und Mathematik aufzeigen, nimmt der Kindergarten eine Schlüsselrolle ein. Sprache bildet das Fundament für den späteren Bildungserfolg und das Verständnis komplexer Aufgabenstellungen. Das neue Konzept wird in Zusammenarbeit mit dem BFI und dem pädagogischen Personal entwickelt. „Sprache ist der Schlüssel zu Bildung und Teilhabe. Mit einem einheitlichen Konzept schaffen wir erstmals vergleichbare Förderqualität in allen Einrichtungen, unabhängig davon, in welchem Stadtteil ein Kind aufwächst“, betont Bildungsstadträtin Nathalie Koch.
Wachsender Unterstützungsbedarf und Inklusion
Der Bedarf an individueller Begleitung steigt kontinuierlich an. Aktuell liegen für 47 Kinder Gutachten vor, weitere 25 befinden sich in Abklärung. Damit werden im Herbst bis zu 72 Kinder mit besonderem Förderbedarf betreut. Im Vergleich zu 19 Kindern im Jahr 2015 hat sich diese Zahl innerhalb eines Jahrzehnts nahezu vervierfacht. „Diese Zahlen zeigen deutlich, was die Teams täglich leisten. Sie betreuen nicht nur mehr Kinder als je zuvor, sondern Kinder mit immer vielschichtigeren Bedürfnissen“, erläutert Abteilungsleiterin Sandra Miller-Marte. Ergänzend zum städtischen Angebot bleibt die Kooperation mit privaten Trägern essenziell, die rund 500 weitere Kinder versorgen.
Schwerpunkt Mitarbeiter:innengesundheit
Die Stadtführung macht die Stabilität und Gesundheit der rund 320 Mitarbeitenden zur strategischen Priorität. Steigende Anforderungen und der allgemeine Fachkräftemangel belasten die pädagogischen Teams spürbar. Um professionelle Arbeit langfristig zu sichern, werden Fachberatungen für Inklusion und Elementarpädagogik sowie die Kindergartensozialarbeit weiter ausgebaut. Ziel ist es, Feldkirch als attraktive Arbeitgeberin in der Elementarpädagogik zu positionieren. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Fundament unserer Bildungsqualität. Wer langfristig in gute Rahmenbedingungen investiert, investiert direkt in das Wohl der Kinder“, hält Bürgermeister Manfred Rädler fest.
Factbox
- Kindergartenanmeldungen: 923
- Anmeldungen Kleinkindbetreuung: 255 Anmeldungen, 181 zugeteilt
- Kinder in privaten Einrichtungen: ca. 350
- Anzahl städtische Betreuungseinrichtungen: 20
- Mitarbeiter:innen in städtischen Betreungseinrichtungen: 320
