"Schweißtuch Christi" reiste nach Wien

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Die Darstellung des Schweißtuchs Christi im St. Annenaltar im Feldkircher Dom wurde ausgebaut und reiste nach Wien ins Belvedere. Details zum Altar von Wolf Huber mit seinem berühmten Schweißtuch-Bild sind noch bis 14. November in der Ausstellung im Palais Liechtenstein zu sehen.

Am Freitag, 1. Oktober, wurde das Predellen-Bild mit der Darstellung des Schweißtuchs Christi aus dem St. Annenaltar im Dom ausgebaut. Das Bild wurde nach Wien gebracht, wo es im Belvedere in der Ausstellung "Dürerzeit. Österreich am Tor zur Renaissance" vom 21. Oktober 2021 bis 30. Jänner 2022 gezeigt wird. Beim Ausbau war neben Mitarbeitern des Belvedere und der Restauratorin Nicole Mayer auch Dr. Klaus Pfeifer anwesend, der eine dendrochronologische Altersbestimmung vornahm. Das Bild wird während seiner Abwesenheit im Feldkircher Dom durch ein extra angefertigtes Foto ersetzt.

Schweißtuch Christi

Im unteren Teil des St. Annenaltars befindet sich eine Darstellung des Schweißtuchs Christi. Zwei schwebende Engel halten das Tuch mit dem Abbild Jesu, das nach einer Legende entstanden ist, als die heilige Veronika ihr Tuch Jesus Christus auf seinem Weg nach Golgota reichte, um Schweiß und Blut von seinem Gesicht abzuwischen. Dabei soll sich das Gesicht Jesu auf wundersame Weise auf dem Schweißtuch eingeprägt haben. In der Komposition lehnt sich Wolf Huber weitgehend an einen Kupferstich von Albrecht Dürer an, allerdings verortet er die Szene, indem er die beiden Engel mit dem Tuch vor einen Himmel und eine großartige Landschaft stellt, die durch die Anordnung der Einzelteile und die Farbgebung eine enorme Tiefenwirkung erzeugt.

500 Jahre St. Annenaltar

Weitere Details zum Schweißtuch und zum gesamten Altar von Wolf Huber sind in der Ausstellung im Palais Liechtenstein zu sehen, die noch bis 14. November geöffnet ist. Infos zur Ausstellung unter: feldkirch.at/wh500

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