Wohin mit den Neophyten?

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Kategorie:Aktuell

Feldkirch richtet eine Abgabestelle für nicht heimische Pflanzenarten ein.

Der Fachbegriff „invasiver Neophyt“ bezeichnet Pflanzen, die vom Menschen in Gegenden verbreitet werden, in denen sie nicht heimisch sind, und sich dort sehr stark vermehren. Dadurch stören sie das natürliche Gleichgewicht und bedrohen die Artenvielfalt. Die Stadt Feldkirch stellt sich dieser Herausforderung mit einem in Vorarlberg einzigartigen Pilotprojekt. 

Abgabestelle

Ein Eckpfeiler des Projekts ist ein Managementplan zur Neophytenbekämpfung auf städtischen Flächen. Da sich die Problematik aber natürlich nicht auf diese beschränkt, ist auch die Mithilfe jeder und jedes einzelnen gefragt. Daher gibt es ab sofort für Feldkircher Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, invasive Neophyten wie Goldrute und Springkraut aus dem Privatbereich (z.B. privaten Gärten) im Altstoffsammelzentrum Feldkirch zum gewöhnlichen Grünmüllpreis abzugeben.

Separate Entsorgung

Invasive Pflanzen dürfen nicht mit unbelastetem Pflanzenmaterial vermischt werden, denn bei der gewöhnlichen Kompostierung bleiben ihre Samen erhalten und sie können sich so weiter vermehren. Daher müssen Springkraut und Goldrute separat in einem geschlossenen Sack transportiert werden. Nach Anmeldung bei einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin des ASZ werden sie entgegengenommen und gesondert entsorgt.

Der richtige Zeitpunkt

Wenn Springkraut und Goldrute entfernt werden, bevor ihre Samen reif sind, ist das natürlich ideal. Der Zeitpunkt der Samenreife ist je nach Witterung unterschiedlich, aber man kann sich an folgenden Anhaltspunkten orientieren:

  • Springkraut: Mai/Juni (vor der Blüte)
  • Goldrute: Juni/Juli (vor der Blüte, am besten bei feuchter Witterung)

Abgabestelle

  • Altstoffsammelzentrum, Kapfstraße 109
  • Transport und Abgabe in geschlossenem Sack
  • Anmeldung bei Mitarbeiter*in des ASZ erforderlich
  • Normaler Grünmüllpreis

Weitere Informationen zu Neophyten

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