1.600 Besucher beim Feldkircher Neujahrsempfang

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Kategorie:Veranstaltung

Das Interesse war enorm: 1.600 Gäste konnte Bürgermeister Mag. Wilfried Berchtold am 6. Jänner im Montforthaus begrüßen.

Bürgermeister Wilfried Berchtold begrüßte zum letzten Mal in seiner Funktion als Bürgermeister die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, wird er doch noch im ersten Quartal 2019 sein Amt übergeben und der Stadtvertretung Vizebürgermeister Wolfgang Matt als Nachfolger vorschlagen. Unter den Ehrengästen waren u.a. Landeshauptmann Mag. Markus Wallner, Diözesanbischof Benno Elbs und Generalvikar Rudl Bischof, Landtagspräsident Mag. Harald Sonderegger, die Landesrätinnen Dr. Barbara Schöbi Fink und Katharina Wiesflecker sowie zahlreiche weitere Vertreter aus Bundes-, Landes- und Gemeindepolitik, aus der Verwaltung, von Interessensvertretungen und anderen Institutionen. Auch Ehrenbürger Dr. Heinz Bilz und die Ehrenringträger Günter Lampert und Manfred A. Getzner wohnten dem Neujahrsempfang bei.


Jubiläumsjahr hat humanistische Grundhaltung verankert

In seiner Begrüßung freute sich Bürgermeister Berchtold, dass es gelungen sei, das Stadtjubiläum zu einem Jubiläum für die Feldkircherinnen und Feldkircher zu machen. Der Grundgedanke des Humanismus, nämlich den Menschen ins Zentrum zu stellen, sei nachhaltig im Bewusstsein der Bevölkerung verankert worden. Und Berchtold bezeichnete die Leitsätze des Jubiläumsjahres – offen, mutig und neugierig zu bleiben – als Garanten dafür, dass kein Stillstand im Denken eintrete und damit die Voraussetzung gegeben sei, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Gleichzeitig betonte Bürgermeister Berchtold, dass es unverantwortlich wäre, zu glauben, die Entwicklung Feldkirchs könne losgelöst von anderen Bereichen der Welt gesehen werden. „Wir leben mitten in Europa und auch wir haben Teil der Verantwortung zu übernehmen – für dieses Europa und darüber hinaus“, leitete Berchtold auf die Festrednerin des Abends, Dr. Auma Obama über. „Eine gute Zukunft Europas hängt ganz wesentlich davon ab, wie gut es Afrika geht.“

Unsere Vorstellungen von Afrika überdenken

Die negativen Assoziationen zu Afrika zu hinterfragen und das Klischee Afrikas als Krisenkontinent zu überprüfen, war Ziel des Neujahrsempfangs 2019 und Dr. Auma Obama tat dies in ihrem Vortrag auf eindruckvolle Weise.
„Afrika ist kein armer Kontinent“, betonte die gebürtige Kenianerin, die viele Jahre in Deutschland gelebt, dort studiert hatte und heute wieder in Kenia arbeitet. „Afrika ist immens reich an Bodenschätzen und man muss hinterfragen, wieso die Bevölkerung nicht entsprechend davon profitieren kann.“ „Trade“ statt „Aid“ – also Handel auf Augenhöhe anstelle von Entwicklungshilfe, die die Menschen abhängig macht, ist einer der Punkte, die für Dr. Obama angegangen werden müssen. Gleichzeitig gelte es, den vielen jungen Menschen in Afrika in ihrem eigenen Land eine Perspektive zu geben und sie zu ermutigen, selbstbewusst Eigeninitiative zu ergreifen. Genau dies wolle sie durch ihre Stiftung Sauti Kuu (übersetzt starke Stimmen) erreichen.
Auma Obama tritt für eine differenzierte Sichtweise unseres südlichen Nachbarkontinents Afrika ein. „Ich sehe die jungen Afrikaner als Chance für unsere Zukunft und nicht als Bedrohung.“ Es gelte jedoch, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, ihnen gute Bildung zu ermöglichen und gleichzeitig ihre Liebe zum eigenen Land wieder zu wecken.
Bezugnehmend auf das Feldkircher Jubiläumsjahr gratulierte Auma Obama Bürgermeister Berchtold dazu, wie es gelungen sei, die Identität und die Verbundenheit der Feldkircher mit ihrer Stadt zu stärken. Genau das wolle Sie mit ihrer Arbeit in Afrika erreichen. Bürgermeister Berchtold sei willkommen, sie dabei vor Ort zu unterstützen, wenn er nach seiner Pensionierung eine Beschäftigung suche, schloss Auma Obama mit einem Augenzwinkern und der herzlichen Einladung nach Nairobi.

Rede von Bürgermeister Mag. Wilfried Berchtold zum Nachhören

Rede von Dr. Auma Obama zum Nachhören

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