Offen, mutig, neugierig Stadtentwicklungsplanung

Gemeinsam gestalten wir unsere Stadt

Seit Anfang der 1990er Jahre wird die Stadtentwicklungsplanung Feldkirchs systematisch mit dem Instrument des Stadtentwicklungsplans (STEP) verfolgt. 2017 wurde die aktuelle STEP Überarbeitung gemeinsam mit der Überarbeitung des Räumlichen Entwicklungskonzeptes (REK) gestartet.

Mit dem nun vorliegenden Stadtentwicklungsplan (STEP) wurde der strategische Rahmen für die Entwicklung Feldkirchs in den kommenden 10 bis 15 Jahren definiert. Vertreterinnen und Vertreter der Politik, der Verwaltung, Fachplanerinnen und Planer sowie Bürgerinnen und Bürger haben den Stadtentwicklungsplan in einem zwei Jahre dauernden Prozess erarbeitet. 
In gleicher Weise entstand das Räumliche Entwicklungskonzept (REK), das auf dem Stadtentwicklungsplan aufbaut und die strategischen Ziele für Feldkirch räumlich verortet.

Der Stadtentwicklungsplan sowie die öffentliche Auflage zum Räumlichen Entwicklungskonzept wurden von der Stadtvertretung im Dezember 2018 einstimmig beschlossen.

Videos des STEP-Prozesses

Stadtentwicklungsplan (STEP)

Heimat in einer dynamischen Region

Demografie

Feldkirchs Bevölkerung wird durch die positive Geburtenrate und den anhaltenden Zuzug bis 2035 um zirka 15 Prozent wachsen. Dieses Wachstum wird durch den Stadtentwicklungsplan gut begleitet und alle Stadtteile werden in ihrer Entwicklung gestärkt. Eine Sozialkapitalstrategie wird die Teilhabe aller Feldkircherinnen und Feldkircher am gesellschaftlichen Leben leiten und deren Mitwirkung in allen Lebensbereichen fördern.

Innovative Bildungsstadt

Digitalisierung, Wissen, Innovation

Die Digitalisierung hat für die Stadt mehrere Facetten. Sie betrifft die interne Verwaltung, die Kommunikation mit den Bürgern, die Infrastruktur, die Aus- und Weiterbildung und das gesellschaftliche Leben.
• Die Stadt Feldkirch wird sich mit allen Dimensionen dieser Entwicklung auseinandersetzen und verlässlicher und reflektierter Partner der digitalen Transformation sein.
• Konkret wird die Glasfaser-Infrastruktur durch die Stadtwerke Feldkirch bedarfsgerecht ausgebaut, eine Digitalisierungsstrategie für die Unternehmensgruppe der Stadt – im Speziellen für den Bürgerservice – und eine Social Media Strategie erarbeitet.
• Die Innovationskraft der Stadtbevölkerung wird zukünftig mit geeigneten Formaten und Angeboten genutzt.
• Die Ausbildungsstätten, die Hochschulen und die Erwachsenenbildung werden weiterentwickelt und bestehende Einrichtungen ergänzt.

Kooperationspartner mit Verantwortung für kommende Generationen

Handlungsspielräume, Ressourcen, Kooperationen

Übergeordnetes Ziel und zentrale Herausforderung ist es, die hohe Lebensqualität in Feldkirch auch für kommende Generationen zu erhalten. Dazu wird auf drei Hebelwirkungen gesetzt:
• flächensparende Siedlungsentwicklung
• generationengerechte Budgetpolitik und
• interkommunale Zusammenarbeit.

Wachsende Stadt in Quartieren

Raumstruktur, Siedlungsentwicklung, Wohnen, Mobilität

• Damit die Siedlungsränder gehalten werden können, wird der zukünftige Wohnungsbau vorrangig im Innenbereich stattfinden.
• Ein breites und ausdifferenziertes Wohnungsangebot soll die soziale Durchmischung der Bevölkerung fördern.
• Eine der größten Herausforderungen ist die Senkung des Verkehrsaufkommens und die Verlagerung des Durchzugsverkehrs. Dazu sind mehrere Projekte wie beispielsweise der Ausbau des Fuß- und Radverkehrs, die Förderung der Elektromobilität, Mobilitätsmanagement für Unternehmen und Schulen oder etwa interkommunale Lösungen im Schienenverkehr geplant.

Wirtschaftsstandort mit Perspektive

Wirtschaft und Handwerk, Landwirtschaft, Einzelhandel, Tourismus

• Die Stadt Feldkirch fördert Unternehmensneugründungen und Start-ups, indem Betriebsgebiete kommunal und interkommunal entwickelt und Beratungsangebote und Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden.
• Die bestehenden landwirtschaftlichen Flächen bleiben erhalten, regionale und biologische Produkte werden gefördert.
• Die Nahversorgung soll auch zukünftig in allen Stadtteilen gewährleistet sein.
• Der Tourismus wird durch ein zielgruppenspezifisches Übernachtungsangebot gestärkt.

Naturvielfalt leben

Natur und Landschaft, Energie und Klimaschutz, Naherholung

Stadtentwicklung soll natur-, energie- und ressourcenschonend erfolgen. Mit einer Reihe von Projekten soll dieses Ziel erreicht werden.
• Das Leitprojekt „Naturvielfalt leben“ wird fortgeführt,
• die e-5 Zertifizierung beibehalten und
• der Energie-Masterplan umgesetzt.
• Feldkirch will emissionssensible Stadt werden.
• In den einzelnen Stadtteilen werden die Stadtteilparks umgesetzt und das Illufer wird auf eine mögliche Renaturierung geprüft.

Garant für Lebensqualität

Soziales und Infrastruktur, Bildung und Betreuung, Gesundheit

Die Ausstattung der sozialen Infrastruktur ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Städten. Dazu gehören Schulen, Kindergärten, Arztpraxen, Pflegeheime oder Treffpunkte für Seniorinnen und Senioren.
• Im Bereich der Familien und der Integration sollen konzeptionelle Grundlagen geschaffen werden.
• Ein Auszug aus der Projektliste: Orte der Begegnung für Jung und Alt, Sportstättenkonzept, mobile Jugendarbeit, Weiterentwicklung des Schulraumkonzepts, Kooperationen beim Neubau der Polytechnischen Schule und vieles mehr.

Innovative Kulturstadt und regionaler Partner

Kultur, Identität

Europa und Vernetzung sind die beiden Schlagworte zum Thema Kultur.
• Die gemeinsame Bewerbung um die Kulturhauptstadt Europas öffnet den Blick und bedingt Vernetzungen zwischen Kulturanbietern, zu Bildungseinrichtungen und zum Ehrenamt.
• Das Palais Liechtenstein soll zu einem Kultur- und Begegnungszentrum weiterentwickelt werden.

Stadt und Dorf mit Identität

Städtebauliche Gestalt

• Der individuelle Charakter eines jeden Stadtteils von Feldkirch soll bewahrt werden.
• In jedem Stadtteil soll es Stadtteilzentren mit Aufenthaltsflächen zur Begegnung und Kommunikation geben.
• Diese Zentren müssen städtebaulich erkennbar sein.

Zum Stadtentwicklungsplan

Räumliches Entwicklungskonzept (REK)

Ziele für die räumliche Entwicklung Feldkirchs

I. Siedlungsentwicklung nach Innen

Feldkirchs Siedlungsentwicklung findet innerhalb des bestehenden Siedlungsrandes (Bauflächengrenze) statt.
• Damit wird dem generellen Ziel eines sparsamen Umgangs mit Grund und Boden Rechnung getragen und eine Zersiedelung vermieden.
• Entwicklungs- und Handlungsspielräume für zukünftige Generationen werden dabei offen gelassen.
• Wesentliche Ansatzpunkte sind die Aktivierung und Entwicklung bestehender Bauflächenreserven, die Schaffung von leistbarem Wohnraum, die Nutzung und In-Wert-Setzung von Altbestand und die Gestaltung von Frei- und Grünräumen im Siedlungsgebiet.

II. Zentren stärken, Versorgung und Wirtschaft

• Die Innenstadt und die Kerne der Feldkircher Stadtteile bilden ein Zentrumsgefüge mit wichtigen Versorgungs-, Wirtschafts- und Wohnfunktionen – zum Teil weit über die Grenzen der Stadt hinaus.
• Diese historisch gewachsenen Zentren haben mit dem Bahnhofsbezirk Feldkirch, der Handelsagglomeration Feldkirch Nord/Rankweil oder dem Betriebsgebiet Runa bereits Ergänzungen erfahren.
• Weitere Ergänzungen werden beispielsweise im Bereich des Areals der ehemaligen Spinnerei Feldkirch erwartet.

III. Landschaftsentwicklung, Natur- und Grünraum

Die Topographie, abwechslungsreiche Landschaftsräume und besondere landschaftliche Ensembles verleihen der Stadt Feldkirch insgesamt und den Stadtteilen Unverwechselbarkeit und Identität. Außerdem hat die Landschaft vielseitige Funktionen: Sie ist Raum für Begegnung, Bewegung, Aufenthalt und Aktivitäten.
• Die Sicherung bestehender Qualitäten und vielfältiger Nutzungsmöglichkeiten von Grünraum und Landschaft ist daher rahmengebend für die räumliche Entwicklung der Stadt und ihrer Stadtteile.

IV. Nachhaltige Mobilität

Mobilität in der Stadt Feldkirch orientiert sich am Gesamtwohl der Bevölkerung und rückt Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrerinnen und Radfahrer sowie den öffentlichen Verkehr in den Mittelpunkt.
• Ziel ist die Entlastung des Straßennetzes sowie die Reduktion der Zunahme des motorisierten Verkehrs.
• Siedlungsentwicklung und Maßnahmen im Verkehrssystem sind so aufeinander abzustimmen, dass eine nachhaltige Mobilität gefördert und kein unnötiger Verkehr erzeugt wird.

Zum Räumlichen Entwicklungskonzept