Pforte um 8 - Konzert 4 - Schubert Reloaded

Adresse:Pförtnerhaus
Datum und Uhrzeit:
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Franz Schubert (1797–1928): 

Liederzyklus «Die schöne Müllerin» für Singstimme 

und Klavier D795 nach Gedichten von Wilhelm Müller 

in einer Bearbeitung für Tenor und Streichquintett von François Poly

 

Klaviersonate op. 78, D894 in G-Dur 

in einer Bearbeitung für Streichsextett von F. Poly

1. Molto moderato e cantabile

2. Andante 

3. Menuetto

4. Allegretto

 

Rainer Trost Tenor

Christel Lee Violine

Francesca Temporin Violine

Klaus Christa Viola

N. N. Viola

François Poly Violoncello

Ryutaro Hei Kontrabass 

Schubert reloaded

Schuberts berührender Liederzyklus <<Die schöne Müllerin>> erzählt von einer leidenschaftlichen, aber unerfüllten Liebe: In den zwanzig Liedern gehen wir durch alle Phasen des Sehnens und Hoffens, am Ende macht sich die nackte Verzweiflung breit.

Als Streicher beschäftigte mich schon seit Jahren die Sanglichkeit und die klangliche Vielschichtigkeit seines Klaviersatzes. Eines Tages wollte ich folgender Frage nicht mehr ausweichen: Wie würde es klingen, wenn wir diesen Klaviersatz mit den unendlichen Klangnuancen der Streichinstrumente erforschen würden?

Als ich mit meinem Freund Francois Poly, einem leidenschaftlichen Arrangeur, diese Idee diskutierte, war ich durch seine spontane Begeisterung ermutigt. Sein inneres Ohr hatte sofort die Besetzung bereit.

Fünf Streicher müssen es sein: eine Geige, zwei Bratschen, ein Cello und ein Kontrabass. Diese spontane Klarheit beseitigte meine letzten Zweifel: Wir müssen diesen Schritt <<in die Luft>> wage.

Auch auf die Frage, welches große Klavierwerk Schuberts wir <<unserer>> schönen Müllerin gegenüberstellen könnten, wusste Francois sehr schnell eine Antwort:

Die Sonate in G-Dur, D894, mit ihren gedehnten, innehaltenden Akkorden im Kopfsatz schreit förmlich nach einer Streicherversion. Wenn wir uns diese schlichten, sehnsüchtigen Klänge von Streichinstrumenten gespielt vorstellen, rückt dieses Werk sofort in die Nähe des Streichquintetts in C-Dur.

Schuberts Musik ist so ewig und innig, dass wir zu dieser Expedition einfach aufbrechen müssen: Ausgerüstet mit dem Streicherklang, dessen wesentlichste Qualität darin besteht, der menschlichen Stimme nahezukommen, wollen wir diese berückende Musik mit neuen Ohren hören.

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