Spiritueller Missbrauch in der katholischen Kirche | Wissen fürs Leben

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Das Phänomen des spirituellen Missbrauchs in der katholischen Kirche ist entweder ein Tabu oder ein viel zu lange toleriertes Übel. Auf Grund ihrer eigenen leidvollen Erfahrungen in der Zeit ihrer Zugehörigkeit zur katholischen Gemeinschaft „Das Werk“ möchte Doris Wagner möglichst anschaulich beschreiben, was genau passiert, wenn Menschen in der katholischen Kirche geistlichen Missbrauch erleben. Sie möchte vor allem den Betroffenen selbst helfen, zu verstehen, was mit ihnen geschehen ist. 

Geistlicher Missbrauch ist die Verletzung des spirituellen Selbst­bestimmungs­rechts. Durch diese Verletzung werden Menschen in spirituelle Not gebracht. Die Folgen können erhebliches geistliches Leid, erhöhte Anfälligkeit für Verletzungen und Ausbeutung aller Art, schwere psychische Erkrankungen und sogar Suizid sein.

Spiritueller Missbrauch zeigt sich so: Junge Menschen, die in die Nähe bestimmter katholischer Gemeinschaften und Bewegungen kommen und sich von diesen begeistern lassen, verändern sich auf eine beängstigende Art und Weise und verlieren den Kontakt nicht nur zu ihrer Familie und ihren Freunden, sondern auch zu sich selbst. Haben sie ihre Selbstbestimmung erst einmal aufgegeben, ist es für sie beinahe unmöglich geworden, die Reißleine zu ziehen.

Doris Wagner

geb. 1983, Theologin und Philosophin. Nach der Matura gehörte sie acht Jahre der „Geistlichen Familie Das Werk“ an. In dieser Zeit erlitt sie verschiedene Formen geistlichen Missbrauchs. In zahlreichen Vorträgen vor Verantwortlichen und Seelsorgern wirbt sie um ein Bewusstsein für das Phänomen des spirituellen Missbrauchs.

Zum Besuch der Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist frei.

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