Wissen fürs Leben: Das Glück der Berührung

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Halt und Geborgenheit finden durch Zärtlichkeit

Berührungsarmut und die wohltuende Wirkung von Körperkontakt werden in den Medien und im öffentlichen Leben kaum thematisiert. Der Mangel an zärtlichen Berührungen scheint leider selbstverständlich zu sein, so dass er kaum Beachtung findet.

Zu diesem Mangel an Aufklärung kommen noch weitere Faktoren, die verhindern oder es zumindest deutlich erschweren, dass wir unsere regelmäßige Dosis an angenehmen Berührungen erhalten. Dazu gehören das Fehlen eines Partners bzw. einer Familie, Einsamkeit, psychische Störungen, wie vor allem Angst, Depression, Traumatisierung, aber auch die immense technische Welt, die uns isoliert. Unsere Finger berühren eher Handy und Computertasten, Touchscreens und Fernsehbedienungen als nackte Haut.

Doch denken Sie einfach daran: Zärtliche Berührungen haben erstaunliche Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele. Sie erhalten uns gesund, bauen Stress ab, fördern positive Gefühle, wie Liebe, Vertrauen, Ruhe. Angenehme, zärtliche Berührungen kosten nichts, bedürfen keines großen Kraftaufwands, sind an keinen Ort und keine Zeit gebunden und haben keine negativen Nebenwirkungen – ganz im Gegenteil!

Cem Ekmekcioglu

geb. 1965, Dr. med., ao. Univ.-Prof., lehrt und forscht am Zentrum für Public Health an der Medizinischen Universität Wien. Er ist Physiologe und Autor zahlreicher medizinischer Fachpublikationen sowie populärer Ernährungs-

und Gesundheitsbücher, u. a. „Das Glück der Berührung“.

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