Schulzentrum Oberau
Wo sich derzeit noch eine gewaltige Baugrube befindet, wird bis Ende dieses Jahres die neue Turnhalle Form angenommen haben. „Die Arbeiten laufen planmäßig“, erklärt DI Wolfgang Errath, Leiter des Bereich Hochbau in der Stadt Feldkirch.
Unter großem Jubel der Schülerinnen und Schüler der Volks- und Hauptschule Oberau sind Anfang Juli die Bagger aufgefahren. In zweijähriger Bauzeit und mit Investitionskosten von 24 Mio. Euro wurde die Sanierung und Erweiterung eines der größten Schulkomplexe des Landes in Angriff genommen.
Dass die Schüler der Hauptschule für den Zeitraum des Baus in die ehemalige Handelsakademie und Handesschule an der Liechtensteinerstraße übersiedelt sind, erweist sich für die Bauabwicklung als hervorragende Lösung. „Damit können maßgebende Bereiche des Areals als Baustelle abgrenzt werden. Die Volksschule kann gleichzeitig im bislang noch `unangetasteten´ Hauptschultrakt ihren Unterricht abhalten“, so DI Errath. Indem der Hauptschultrakt fast doppelt so groß ist, wie jener der Volksschule, stehen zudem genügend Ausweichräumlichkeiten z.B. für Turnunterricht zur Verfügung.
Zugefahren wird zur Baustelle von der Hämmerlestraße aus. Dort soll auch künftig die Zufahrt zum Schulzentrum liegen, um die bislang schwierige Verkehrssituation im Bereich zwischen Nofler Brücke und Kreisverkehr zu entlasten. In einem ersten Schritt wurde der Gebäudetrakt zwischen Haupt- und Volksschule abgebrochen, wo sich ein Verbindungsgang, die Schulküche (die übrigens zuvor ausgebaut und derzeit im Ausweichgebäude der ehemaligen Handelsakademie eingesetzt ist) und ein Turnsaal, befanden. Derzeit wird die bestehende Turnhalle bis auf die Haupttragwerke im Erdgeschoss abgebrochen, sodass der neue Aufbau noch im Herbst in Angriff genommen werden kann.
Quasi ein Rohbau
Im Volksschultrakt wurden während der Sommermonate einzelne Zwischenwände und das alte Stiegenhaus entfernt, ebenso alte Wand- und Bodenbeläge. Die abgehängten Decken wurden demontiert. Ebenfalls abgebrochen wurden Lüftungs- und Beleuchtungsanlagen sowie nicht verwendbare Verkabelungen. Das Gebäude gleicht damit einem „Edelrohbau“ und kann somit grundlegend saniert und auf modernsten Stand gebracht werden.
Schon bisher wurde das Schulzentrum Oberau mit Abwärme, die in der Produktion der Vorarlbergmilch entsteht und im Bedarfsfall zusätzlich mit Gas beheizt. Mit der Sanierung des Schulkomplexes muss auch die Technikzentrale umgebaut werden. Bis zum Start der Heizperiode 2010/2011 sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein.
Ein Filmbeitrag zum Schulzentrum Oberau:
