POTENTIALe #3: Es war uns ein Fest(ival)!

Über 8.000 Besucherinnen und Besucher haben in den vergangenen drei Wochen am Festival zur Stadtraumgestaltung in Feldkirch teilgenommen. MESSe und TALENTe boten einen hochkarätigen Abschluss.

Nach dreiwöchigem Festivalmarathon konzentrierte sich letztes Wochenende Design in allen Facetten im Reichenfeld und in Feldkirchs Innenstadt. Die POTENTIALe MESSe (ehemalige ArtDesign Feldkirch) lud unter neuem Namen, aber mit bekannt hochwertigen Designprodukten ins Alte Hallenbad und Pförtnerhaus. Unter den 80 Ausstellerinnen und Ausstellern fanden sich heimische Größen wie KARAK Tiles aus Schlins, Engel und Brotzge aus Hard sowie anerkannte Gestalterpersönlichkeiten wie die Modedesignerin Lisa D. aus Berlin. 

Talente belebten Leerstände. Neben der Messe nutzten Studierende und Nachwuchstalente leerstehende Räumlichkeiten im gesamten Innenstadtbezirk, um ihre Arbeiten zur Schau zu stellen. „Ganz im Sinne einer nachhaltigen Stadtraumgestaltung wurde beispielsweise eine Geschäftsfläche in der Vorstadt zum Contemporary Concept Store für sieben Designlabels“, berichtet Festivalleiter Ingo Türtscher. „Die Kombination von kommerziellen Schienen, wie der Messe, und künstlerisch freien Arbeiten macht die POTENTIALe für Kreativschaffende zu einem mehr als zukunftsfähigen Format.“

Pulverturm temporär genutzt. Der Pulverturm fungierte als Anlaufstelle und Home Base des Festivals. Das über 500 Jahre alte Gemäuer wurde zu diesem Zweck aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und von Gestaltern wie dem Feldkircher Architektenduo SAAL oder dem niederländischen Künstler Piet Bergman temporär inszeniert. An insgesamt 20 weiteren Schauplätzen fanden Ausstellungen und Veranstaltungen rundum die Themen Design, Fotografie und Medienkunst statt.

Internationale Plattform für Design. Vor zwei Jahren ins Leben gerufen, schafft es die POTENTIALe, Feldkirch zu einer Kreativplattform im Vierländereck zu etablieren. Die Qualität der ausgestellten Produkte, Projekte und Installationen fand nicht nur beachtliche mediale Resonanz, auch die Szene selbst aus Nah und Fern schenkt dem Format mehr und mehr Aufmerksamkeit. Nachhaltigkeits- und Fashion-Bloggerin Amina Steiner: „Es ist ein unglaublich interessantes Festival und eine Bühne für Design, die selbst viele, die in diesem Bereich ansässig sind, noch zu wenig wahrnehmen.“

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