Gisingen

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Die Geschichte von Gisingen
Gisingen, als gewachsene Gemeinschaft im Gemeindeverband der Stadt Feldkirch, vermag keine stolze Geschichte aufzuweisen, ist nicht Domizil berühmter Künstler. Viel eher ist Gisingen ein aus Bauern, Knecht- und Leibeigenschaft entstandenes Dörfchen, wobei den Altvorderen bescheinigt werden muss, dass bei aller Bescheidenheit in sturer und konsequenter Arbeit vorerst ihre Freiheit von den Lehensherrn, später auch die kirchliche Selbständigkeit und schließlich schon wegen der günstigen Lage zwischen Ill und Ardezenberg jene Größe erreichten, die es zur weitaus volkreichsten Fraktion von Großfeldkirch werden ließ.

Die Entstehung Gisingens muss man im Zusammenhang mit der Besiedlung des Rhein- und Illtales sehen. Das Land wurde an Sippen verteilt, woher auch der Name Gisingen stammt. Die Orte mit der Endsilbe -ingen gelten als Stützpunkte alemannischer Besiedlung und weisen auf die Abstammung von einem bestimmten Geschlechtoberhaupt hin.

Die alte urkundliche Form von Gisingen lautet: Gisi-Gisinte-Gisingasca-Gisingen.
Der Name Gisingasca taucht bereits im 6. Jahrhundert auf, sodass angenommen werden muss, dass zu dieser Zeit hier schon menschliche Siedlungen bestanden. Mit Sicherheit aber darf Gisingen ein über 1000-jähriges Bestehen bescheinigt werden. Sicher ist, dass Gisingen seit Jahrhunderten ein ganz stattliches Bauerndörfchen gewesen sein mag und im Jahre 1811 bereits 100 Häuser hatte. 1885 zählte man bereits 185 Häuser mit 830 Einwohnern und ca. 1890 setzte dann der sprunghafte Aufstieg Gisingens ein, bedingt durch den Bau der Textilfabrik Hämmerle. Da dieser Betrieb nicht nur Arbeit und Verdienst, sondern auch fremde Leute in den Ort brachte, musste viel gebaut werden. Die Hämmerlesiedlung zeugt noch heute davon.

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