„Von Hugo bis dato“: Jubiläumsausstellung öffnet am 24. März

Feldkirch feiert. Und Feldkirch hat viel zu erzählen. „Von Hugo bis dato“, von der Stadtgründung bis in die Gegenwart, reicht der zeitliche Bogen der Jubiläumsausstellung, die vom 24.3. bis 25.11. im Palais Liechtenstein zu sehen ist.

Warum wurde Feldkirch Stadt? Was bedeutete eine Stadtmauer und wer wurde ausgegrenzt? Weshalb wurde ausgerechnet Feldkirch zur Stadt des Humanismus? Wer sind die Vergessenen der Stadt? Und wie sehen Bürgerinnen und Bürger ihre Stadt heute? Diesen und vielen weiteren Fragen widmet sich die Ausstellung.

Feldkirch war und ist eine Stadt der Bildung und des Buches. Feldkirch war und ist Grenzstadt. Feldkirch war eine Stadt der Uhren und der Zeitkompetenz. Und schließlich war die Stadt immer schon ein guter Boden für humanistisches Denken. „Deshalb war es naheliegend, diese Eigenschaften auch in die Themen der Ausstellung zu verweben“, erklärt Ausstellungskurator und Projektleiter Dr. Hans Gruber, der gemeinsam mit Bruno Winkler und Mag. Robert Gander (Büro Rath & Winkler) für den Inhalt der Ausstellung verantwortlich zeichnet.

Eine Erinnerungscollage
„Die Ausstellung versteht sich als Erinnerungscollage und erhebt als solche keinen Anspruch auf Vollständigkeit“, betont Hans Gruber. Zahlreiche Exponate dokumentieren Feldkirchs Stadtgeschichte: von archäologischen Fundstücken über Urkunden wie den Freiheitsbrief von 1376, mittelalterliche Handschriften, Bücher aus der Anfangszeit des Buchdrucks oder auch Uhren aus unterschiedlichen Epochen. 

Persönliche Geschichten „erzählen“ die Schreibmaschine eines Lyrikers, der Reisekoffer einer Varieté Künstlerin oder der Schreibtisch eines kunstsinnigen Feldkircher Fabrikanten. Der Feldkircher Fotograf Nikolaus Walter zeigt „Gesichter der Stadt“ und Veduten aus vier Jahrhunderten vermitteln historische Stadtansichten. Die Ausstellung erzählt darüber hinaus von der langwierigen Eingemeindung der umliegenden Dörfer. Im Rahmen eines künstlerischen Projekts unter Federführung von Brigitta Soraperra gewähren Fotografien von Sarah Schlatter Einblick in die historisch gewachsenen Eigenheiten der Stadtteile Feldkirchs.

„Wir wissen heute über sehr vieles in der Welt bestens Bescheid. Unsere eigene Stadt kennen wir oft kaum“, sagt Bürgermeister Berchtold. „Wir wollen Neugier auf Stadtgeschichte wecken und uns gemeinsam auf Spurensuche in der Vergangenheit machen.“

Von Hugo bis dato – 800 Jahre Stadt Feldkirch
24. März bis 25. November
Ausstellung im Palais Liechtenstein
Öffnungszeiten:
Mo–So: 10–18 Uhr
Do: 10–20 Uhr
www.feldkirch800.at

Bilder
Ab 24. März ist die Jubiläumsausstellung im Palais Liechtenstein geöffnet. Foto: Georg Alfare Ab 24. März ist die Jubiläumsausstellung im Palais Liechtenstein geöffnet. Foto: Georg Alfare
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