Aktueller Sozialbericht liegt auf

Die Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen stellen für die Verwaltung und Politik der Stadt eine wesentliche Grundlage dar, um für die Zukunft zu planen. Mit dem Sozialbericht, der seit dem Jahr 2009 jährlich erstellt wird, erhält Feldkirch einen guten Überblick, wie sich die Bevölkerung, ihre soziale Lebenssituation sowie die Wohnverhältnisse in den letzten Jahren entwickelt haben. Auch Prognosen für die künftige Entwicklung sind enthalten.

Wie gestaltet sich das Zusammenleben in Feldkirch? Der Sozialbericht informiert mit Kennzahlen, Analysen und Fakten über die soziale Lage der Menschen. Im Mittelpunkt stehen die Themen Mindestsicherung, Wohnen, Kinder- und Schülerbetreuung sowie Pflege.

Feldkirchs Bevölkerung wächst
Feldkirchs Bevölkerung wächst seit Jahren kontinuierlich. Laut Prognose wird sich das zumindest bis zum Jahr 2050 nicht ändern. Ein Grund dafür: ein seit längerer Zeit anhaltender Geburtenüberschuss. Der einwohnerstärkste Stadtteil ist Gisingen, gefolgt von Tosters, Tisis und Altenstadt.

Mindestsicherung notwendig
Im Jahr 2016 hat jeder 40. Feldkircher die Mindestsicherung in Anspruch nehmen müssen. Es handelt sich dabei zu einem großen Teil um junge Erwachsene, die Unterstützung bei der Finanzierung ihres Lebensunterhaltes und bei der Bezahlung der Miete benötigen. Die Wohnbeihilfeanträge sind wiederum gesunken, dafür jedoch die Anträge auf gemeinnützige Wohnungen gestiegen. Mittlerweile wendet die Stadt Feldkirch 8,3 Prozent ihrer Gesamtausgaben für Zahlungen in den Sozialfonds auf. Aus diesem Topf werden landesweit unter anderem die Mindestsicherung und die Wohnbeihilfe finanziert.

Familie liegt im Trend
Neben den Geburtenzahlen steigt dementsprechend auch die Anzahl an Haushalten mit Kindern. Parallel dazu verzeichnet Feldkirch einen kontinuierlichen Rückgang an Alleinerzieherinnen.

Gefragte Kinderbetreuung
Vier von fünf der dreijährigen Kinder besuchen eine private Kinderbetreuung oder einen Kindergarten. Das ist ein neuer Höchststand, der die Stadt personell und finanziell vor immer größere Herausforderungen stellt. Auch bei den ein- bis zweijährigen Kindern ist der Bedarf an Kinderbetreuung ungebrochen hoch. Hier liegt die Betreuungsquote bei zirka 30 Prozent – Tendenz steigend. Derselbe Trend ist bei der Schülerbetreuung zu beobachten, die sich auch in den kommenden Jahren dynamisch weiterentwickeln wird. Themen wie Ganztagesschule, Inklusion und neue räumliche Anforderungen werden die Stadt künftig vermehrt beschäftigen.

Schulstadt Feldkirch
Feldkirch ist Standort von insgesamt 24 Schulen. Jeder zweite Schüler kommt aus einer Gemeinde außerhalb von Feldkirch, was die Bedeutung der Stasdt als Bildungsstandort deutlich unterstreicht. Die Musikschule Feldkirch unterrichtet mit 1.281 Schülerinnen und Schüler am meisten Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die zu zirka 85 Prozent aus Feldkirch stammen.

Wussten Sie, dass ...

... Feldkirchs Bevölkerung jährlich zwischen einem und zwei Prozent wächst? Das entspricht zirka 700 Personen?
... 293 Personen in Feldkirch älter als 90 Jahre sind? Im Jahr 2050 wird diese Zahl bei zirka 930 Personen liegen.
... deutsche Staatsbürger mit 1.958 Personen die größte Bevölkerungsgruppe mit nicht österreichischem Pass sind?
... in Feldkirch Menschen aus 109 Nationen leben?
... im letzten Jahr 321 Geburten und 199 Sterbefälle registriert wurden?
... seit 1945 (bis 2016) insgesamt 4.879 Wohnhäuser und 12.099 Wohnungen in Feldkirch gebaut wurden?
... in 3.537 Haushalten in Feldkirch Kinder leben?
... die Zahl der AlleinerzieherInnen von 2011 bis 2016 um 175 gesunken ist?
... 900 von insgesamt 983 drei- bis Sechsjährigen in einer Kinderbetreuung untergebracht sind?
... in Tosters und Nofels mit einem Anteil von jeweils 17,1 Prozent am meisten Personen unter 16 Jahren leben?
... es in Feldkirch 41 städtische Einrichtungen für Kinderbetreuung (inkl. städtischen Schulen) gibt?
... in der Innenstadt von Feldkirch mit 311 Personen die meisten über 75-jährigen Personen leben?

Alle weiteren Zahlen und Fakten zu sozialen Themen in Feldkirch finden Sie im Sozialbericht 2016, der im Rathaus-Bürgerservice aufliegt oder im linken Downloadbereich abrufbar ist.

 

Bilder
3476 Kinder im Alter zwischen 0 und 9 Jahren leben in Feldkirch – Tendenz steigend. Foto: Jenko Ataman/Fotolia.com 3476 Kinder im Alter zwischen 0 und 9 Jahren leben in Feldkirch – Tendenz steigend. Foto: Jenko Ataman/Fotolia.com
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