Hausmüll gehört richtig entsorgt

In den Restmüllsäcken der Feldkircher Haushalte finden sich unterschiedlichste Gegenstände: Windeln, Verpackungen, Hygieneartikel, Zigaretten und vieles mehr. Davon können sich vermehrt auch die Wegmacher ein Bild machen. Der Grund: Die Hausabfälle landen häufig in den öffentlichen Abfalleimern oder auf den öffentlichen Sammelstationen. Das ist verboten und kann mit einer empfindlichen Verwaltungsstrafe geahndet werden.

In rund 500 öffentlichen Abfallbehältern im Stadtgebiet von Feldkirch können Passanten ihre Straßenabfälle entsorgen. Das ist ein wichtiger Beitrag, um öffentlich genutzte Wege, Plätze und Freizeiteinrichtungen sauber und ordentlich zu halten. In den letzten Wochen und Monaten werden diese Abfallbehälter jedoch auch vermehrt für die Entsorgung von Hausmüll missbraucht. Das ist strafbar.

Mehrkosten, Verschmutzung
Aufgrund dieser Entwicklung reicht das Behältervolumen der Abfalleimer nicht mehr für die anfallenden Straßenabfälle aus. Die Folge: Vermehrt landen die Abfälle von Passanten auf der Straße. Für den Mehraufwand der Wegmacher und Reinigungsteams, aber auch für die Mehrkosten muss die Allgemeinheit durch höhere Müllgebühren aufkommen. Um diesen Missstand schnellstmöglich wieder zu beseitigen, wird derzeit darüber nachgedacht, die Abfallbehälter so zu optimieren, dass es nicht mehr möglich sein wird, Hausmüll darin zu entsorgen. Ebenso wird angedacht, die Aufsicht der öffentlichen Altstoffsammelstellen zu intensivieren. Auch das Gesetz sieht hier klare Regelungen vor (siehe untenstehende Box). Wer Hausmüll illegal entsorgt, muss mit einer Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft rechnen. Der Strafrahmen liegt hier bei bis zu 7000 Euro.

Altstoffsammelstellen
Das Problem mit illegalen Müllablagerungen besteht auch bei den Alststoffsammelstellen in Feldkirch. 100 Tonnen Hausmüll wurden alleine im Jahr 2016 bei den öffentlichen Sammelstellen illegal entsorgt. Das sind 25 Tonnen mehr als vor drei Jahren. Noch nicht miteingerechnet in diese Zahl sind die Fehlwürfe, also das unkorrekte Benutzen der Container. 

Nur durch eine sehr aufwändige tägliche Reinigung können die öffentlichen Altstoffsammelstellen sauber gehalten werden. Die Kosten dafür sind enorm. Rund 120.000 Euro beträgt der jährliche Aufwand für die Entsorgung und Reinigung.

Kein Kavaliersdelikt
Die illegale Entsorgung von Hausmüll ist kein Kavaliersdelikt und wird ausnahmslos zur Anzeige gebracht. Damit Feldkirch auch in Zukunft eine saubere und lebenswerte Stadt ist, braucht es auch die Mithilfe ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. 

Achten Sie darauf, Ihren Müll bei der eigenen Wohnanlage oder dem eigenen Haus in den entsprechenden Restmüllsäcken zur Abholung bereitzustellen. Sollten Ihnen Missstände auffallen, scheuen Sie sich nicht, mit den Mitarbeitern des Altstoffsammelzentrums Kontakt aufzunehmen unter der Telefonnummer 05522/304-1851 oder auf „Schau auf Feldkirch“ unter schau.auf.feldkirch.at.

Das sagt das Gesetz:
Laut Vorarlberger Abfallwirtschaftsgesetz und der Abfuhrordnung der Gemeinde sieht das Gesetz folgende Regelung vor:
• Die Stadt muss den im Stadtgebiet anfallenden nicht gefährlichen Siedlungsmüll sammeln und abführen. Das passiert mittels der Systemabfuhr beziehungsweise Müllabfuhr. 
• Die Abfallbesitzer, also die Bürgerinnen und Bürger sind verpflichtet, den Müll zu sammeln und an den Abfuhrtagen in den entsprechenden Müllsäcken bei ihrer Wohnanlage oder bei ihrem Haus für die Systemabfuhr bereitzustellen.

 

Bilder
Die Mitarbeiter des Stadtbauhofes sind immer häufiger mit illegal entsorgtem Hausmüll konfrontiert. Die Mitarbeiter des Stadtbauhofes sind immer häufiger mit illegal entsorgtem Hausmüll konfrontiert.
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