Regenwasserrückhaltemaßnahmen
Antworten zum Projekt EU-LIFE Regenwasserrückhaltemaßnahmen
Im Rahmen der Projektpräsentation am 24. und 25. Juni 2004 stellten sich für Anrainer des Kanalsystems eine Reihe von Fragen. Diese offenen Punkte konnten während dieser Bürgerversammlungen von Fachleuten beantwortet werden.
EU-LIFE - Neue Idee mit großer Wirkung
Im Rahmen dieses innovativen Bauprojekts will die Stadt Feldkirch vier Millionen Euro bei der Schmutz- und Regenwasserentsorgung einsparen. Das im Konzept geplante, aber kostspielige Regenrückhaltebecken soll durch so genannte „Abflussbremsen“ in den Kanalhauptsammlern ersetzt werden. Diese verhindern eine Überlastung des Kanalsystems auch bei außergewöhnlich starkem Wasserzustrom durch Dauerregen.
„Abflussbremsen“ als Lösung
Vereinfacht geht es dabei um folgendes Prinzip: Das Kanalssystem weist immer ein gewisses Gefälle auf. Dies macht ein Abfließen des Wassers erst möglich. Bei starkem Regen fließt durch dieses Gefälle ein Wasserschwall direkt nach „unten“ und verursacht am Ende des Kanals einen Stau, der dann aus dem System ausgeleitet werden muss.
Wenn man hingegen in die Kanalhauptsammler „Abflussbremsen“ einbaut, die das Wasser für eine gewisse Zeit zurückhalten, kann ein Schwall verhindert werden. Indem an diesen Stellen der Wasserspiegel im Kanalrohr ansteigt, kann gleichzeitig aber auch der Raum, den das gesamte Netz mit allen seinen Seitenarmen bietet, als Rückhaltevolumen genutzt werden.
Einsparungen und ökologischer Gewinn
Mit der Detailplanung dieses neuen Systems wurden die ortsansässigen M+G Ingenieure beauftragt. Dabei zeigt sich, dass mit dieser innovativen Lösung Investitionskosten und auch Betriebskosten gesenkt werden können.
Das geschätzte Einsparungspotential ergibt die beträchtliche Summe von insgesamt vier Millionen Euro. Mit dem Einbau der Abflussbremsen ins Kanalnetz wird nicht zuletzt aber auch eine ökologische Verbesserung der Fließgewässer in Feldkirch erzielt.
