Musikdrucke

... wie der von Wunibald Briem 1882 komponierte "Kaiser in Vorarlberg"

Valentin Rathgeber, Geistliche Gesänge op. 5
Harmonia Mariano-Musica sive miscellaneum extra-ordinarium, Juxta diversitatem Temporum pro universis Choris Musicis Catholico-Romanis […]. Opus V. [Titelbl.]
Typendruck; Augsburg: Johann Jakob Lotter 1727; 32 x 20,5 cm
Musiksammlung, Bestand Domarchiv, PS I-75
Valentin Rathgeber (1682-1750), einer der herausragenden Barockkomponisten, war Schulmeister in Würzburg, trat in das Kloster Banz ein  und hielt sich zwischen 1729 und 1738 an süddeutschen Höfen, u.a. auf Schloss Montfort-Tettnang, im Zisterzienserkloster Wettingen, in der Benedikinerabtei Pfäfers auf.
Literatur: Annemarie BÖSCH-NIEDERER (Hrsg.), Die Musikdrucke des historischen Archivs des Domchores zur St. Nikolaus in Feldkirch. (Quellen und Studien zur Musikgeschichte Vorarlbergs 1), Regensburg 2005; Erich SCHNEIDER, Die Geniereise des Komponisten P. Valentin Rathgeber. In: Montfort 44, 1992, H.2, S. 151-160

W.A. Mozart, Serenade KV 320
Sinfonie pour deux Violons, alto, Basse, 2 Hautbois, 2 Bassons, 2 Cors, Trompettes et Timbales, composée par W.A.Mozart. Œuvre 22 [Titelbl.]
Stich ; Offenbach: André; Pl.Nr. 3387 [um1814], 32,5 x 25,5 cm. Hs. Besitzervermerk: ex Musica G Frick
Musiksammlung, Bestand Musikverein-Stadtorchester, o.S.
Mozarts Werk wurde erst nach seinem Ableben in der Region des heutigen Vorarlberg aufgeführt. Notenmaterial und Aufführungshinweise  gibt es seit Beginn des 19. Jahrhunderts. In Feldkirch führt Chorregent Columban Alder in einem Musikalienverzeichnis aus dem Jahre 1803 den Komponisten erstmals an. Alder stiftete dem Pfarrchor S. Nicolai eine nicht weiters angeführte gedruckte Messe des Salzburger Komponisten. Im Verzeichnis findet sich weiters eine 8stimmige Festtägliche [Sinfonie] op. 64, gestiftet von einem Kaufmann namens Samahsa.

Wunibald Briem, Der Kaiser in Vorarlberg
Gedenkblüemla, z’sämmegsucht und z’sämmebunde vo a.v. Berlichingen, S.J. i Musik g’setzt vo W. Briem mit Randezeichnunge versehe vo Jos. Huber [Titelbl.]
Lithographie; Feldkirch 1882, 36 x 29 cm
Musiksammlung, Musikdrucke Sch 01
Als herausragendes Ereignis galt der Besuch Kaiser Franz Josef I. im August 1881 in Vorarlberg. Die Feldkircher Gymnasiallehrer Adolf von Berlichingen (1840-1915) und Wunibald Briem beschlossen, diesem Ereignis mit einem dreiteiligen kantatenhaften Vokalwerk ein Denkmal zu setzen. Als Mitarbeiter für die aufwendige äußere Gestaltung des Druckwerkes konnte der in Feldkirch geborene Künstler Josef Huber (1858-1932) gewonnen werden.
Literatur: Annemarie Bösch-Niederer, Der Kaiser in Vorarlberg. In: Vorarlberg-Archiv VA 04321


George Schneider-Colette, Janus – Jazz Serie
Zwei Fremdenverkehrsschlager von Format die Stimmung machen. Ballnacht am Arlberg. Walzerlied aus der gleichnamigen Operette/Komm her ins Ländle. Stimmungs-Walzerlied, arr. Anton Stark (=Janus Jazz-Serie) [UTit.]
Druck; Feldkirch: Janus-Verlag, 1951
Musiksammlung, Nachlass Schneider Georg, o.S.
Der in Vorarlberg in den Nachkriegsjahren zugezogene zeitgenössische Musiker und Komponist Georg Schneider ist in erster Linie für seine symphonischen und kammermusikalischen Werke bekannt. (Festspielfanfare). Dass er darüber hinaus auch erfolgreich im Bereich der Unterhaltungsmusik tätig war, zeugt ein umfangreiches Notenmaterial in der Musiksammlung.


Giovanni Pierliugi da Palestrina, Werksausgabe
Palestrina Werke,  Bd.8, hg. Franz Espagar
Stich, Leipzig: Breitkopf u. Härtel 1889
Musiksammlung, Bestand Stella Matutina
Bereits im 17. Jahrhundert kam es zur Niederlassung der Jesuiten in Feldkirch. Mit ihrem Schulbetrieb erfuhr die profane wie auch die sakrale Musikkultur einen bedeutsamen Aufwärtsschwung. Gedruckte Periochen erzählen über musikalische Aufführungen der Schüler, die z.T. auch öffentlich zugängig waren, nennen Komponisten der Stücke, Schauspieler und Musiker. Als es 1773 zur Aufhebung des Ordens kam, bedeutete dies auch für das Kulturleben einen kräftigen Einbruch.
Erst als 1856 mit der Errichtung einer neuen Erziehungsanstalt, der „Stella Matutina“, konnte an die alte Tradition angeknüpft werden. Zwar hatte der Musikunterricht im Gymnasium seit der Reform unter Maria Theresia nicht mehr den herausragenden Stellenwert, doch gehörte Musik und Theater nach wie vor zum bewährten Erziehungskonzept der Jesuiten. Es gab einen Chor, ein Orchester und eine eigene Blechblasmusik. Neben dem schulischen Unterricht wurde die Möglichkeit geboten, verschiedene Musikinstrumente zu erlernen. Als weltliche Lehrkräfte wirkten hier prominente Vorarlberger Musiker und Komponisten wie Wunibald Briem, Philipp Schmutzer d.Ä., sein Sohn Anton Schmutzer, Otto Hophan, Ferdinand Andergassen u.a.  Archivalien in der Musiksammlung: Teil der Musikbibliothek (Musikbücher und Musikalien)
Literatur: Christoph VALLASTER , Stella Matutina 1856-1979. Bregenz 1985

Bilder
"Der Kaiser in Vorarlberg" komponiert von Wunibald Briem, 1882 "Der Kaiser in Vorarlberg" komponiert von Wunibald Briem, 1882
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