Künstlerische Leitung
Philippe Arlaud
Regie, Bühnenbild und Licht
Philippe Arlaud schloss ein Studium der Kunstgeschichte und eine künstlerische Ausbildung an der École Supérieure d’Art Dramatique du Théâtre national de Strasbourg ab. Seitdem widmet er sich der Inszenierung von Oper und Sprechtheater im umfassenden Sinn: Für seine Regiearbeiten schafft er sowohl die Bühnenbilder als auch das Lichtdesign.
Seine Inszenierungen sind an den bedeutenden Häusern weltweit zu erleben. Er arbeitete für Bühnen in New York, St. Petersburg und Paris.
Mit Brittens „The Turn of the Screw“ feierte er an der Wiener Kammeroper Triumphe. Österreich ehrte das Schaffen des Regisseurs gleich zweimal mit der Kainz-Medaille der Stadt Wien. Am Festspielhaus Baden-Baden inszenierte er vor der „Carmen“ bereits „Così fan tutte“, „West Side Story“, „La Traviata“, „Fidelio“, „Rigoletto“ und „Falstaff“. An der Deutschen Oper Berlin brachte er „Die Frau ohne Schatten“ und Korngolds „Die tote Stadt“ auf die Bühne, an der Mailänder Scala Donizettis „Linda di Chamounix“, in Tokio „Les contes d´Hoffmann“. Sein ebenfalls für Tokio entstandener „André Chénier“ wurde vom Opernhaus Barcelona übernommen. In Genf erarbeitete er einen Monteverdi-Zyklus („L´Orfeo“, „Il ritorno d´Ulisse in patria“ und „L´incoronazione di Poppea“), in Darmstadt inszenierte er Henzes „Elegie für junge Liebende“ und die Uraufführung von Kaija Saariahos Oper „L´amour de loin“. Für die Festspiele in Bregenz führte er u. a. bei Astor Piazzollas „Maria de Buenos Aires“ Regie. Regelmäßig inszeniert Philippe Arlaud für die Oper in Straßburg, zuletzt den „Maskenball“ von Verdi und „Je t´aime moi non plus“, ein Projekt mit Szenen aus mehreren Opern, das er für die jungen Sänger das Opernstudios in Straßburg zusammenstellte.
Als einziger französischer Regisseur neben Patrice Chéreau in der 140-jährigen Geschichte der Festspiele war Philippe Arlaud eingeladen, in Bayreuth zu inszenieren: Sein „Tannhäuser“ wurde von 2002 bis 2007 auf dem Grünen Hügel gezeigt.
Im Jahr 2010 inszenierte Philippe Arlaud nach der „Carmen“ im Festspielhaus Baden-Baden Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“ für das Feldkirch Festival; im November hatte seine Neuinszenierung von Strauss´ „Arabella“ in Tokio Premiere, im Dezember „Lakmé“ in St. Petersburg.
Seit 2006 ist Philippe Arlaud Künstlerischer Leiter des Feldkirch Festivals. Auch in der Ausbildung junger Künstler ist Philippe Arlaud aktiv: So unterrichtete er bereits an der École Supérieure d’Art Dramatique du Théâtre national de Strasbourg, an der Universität in Graz und an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.
